Service Prinzip – Einfach machen

Da hat einer eine Idee, wie Sie Ihre Kunden besser unterstützen können. Er oder Sie hat sich intensiv in den Kunden hineinversetzt und einen Bedarf identifiziert. Die Person sprüht geradezu vor Energie und Motivation, weil

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Da hat einer eine Idee, wie Sie Ihre Kunden besser unterstützen können. Er oder Sie hat sich intensiv in den Kunden hineinversetzt und einen Bedarf identifiziert. Die Person sprüht geradezu vor Energie und Motivation, weil damit ein schon lange bestehendes Problem gelöst wäre. Die Idee wird analysiert, diskutiert, es werden Szenarien beschrieben und Risiken identifiziert. Schließlich ist aus der Idee ein großer Haufen Probleme geworden. Jetzt fällt es natürlich schwer, die Energie aufrecht zu erhalten, um die Idee umzusetzen. Zweifel machen sich breit und die Probleme scheinen unüberwindlich. Nicht selten führt das dazu, dass Sie gar nicht erst anfangen. Wie schaffen wir es also, Ideen umzusetzen, statt sie gleich bei der erstbesten Gelegenheit zu zerreden?

Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es

Die ersten Schritte sind oft die schwierigsten, aber wenn Sie erst einmal angefangen haben, dann lassen sich viele Probleme lösen. Es ist ein wenig wie bei der Besteigung eines Berges. Erfahrene Bergsteiger planen den Aufstieg sorgfältig. Sie machen sich mit der Route und den Wetterbedingungen vertraut. Sie bereiten die Ausrüstung und die Verpflegung vor und planen den Aufstieg. Dann gehen sie los, Schritt für Schritt. Sie wissen nicht, welche Schwierigkeiten tatsächlich auftreten, aber sie sind sich ihrer Erfahrungen und ihrer Fähigkeiten sicher. Sie sind zuversichtlich, dass sie Schwierigkeiten lösen und überwinden können und gehen einfach los.
Ich vermute, dass auch Edmond Hillary von Skeptikern und Bedenkenträgern umgeben war, als er das erste Mal von der Idee sprach, den Mount Everest zu besteigen. Er war ja nicht mal der Erste, der es versuchte und alle vor ihm sind gescheitert. Dennoch hat er es gewagt.
Das können Sie auch. Nehmen Sie Ihre Ideen, und bereiten Sie sich auf den Weg vor. Planen Sie die nächsten Schritte konkret. Was brauchen Sie? Wen brauchen Sie? Was kann schon passieren? Vertrauen Sie auf Ihre Erfahrung, auf Ihre Kompetenzen zur Lösung der Probleme und Schwierigkeiten, die sich auf dem Weg ergeben. Und dann fangen Sie einfach an.
Starten Sie mit kleinen Schritten und beobachten Sie die Wirkung. Bei Bedarf können Sie immer noch Korrekturen und Erweiterungen vornehmen. Geschwindigkeit geht hier vor Vollständigkeit. So kommt die Organisation schnell ins Handeln und kann aus den Erfahrungen lernen.

Fertig ist besser als Perfekt

Wenn Sie sich auf den Weg gemacht haben, allen Widerständen und Schlechtmachern zum Trotz, lauert eine weitere Gefahr: Perfektionismus.
Perfektionismus kann sehr subtil auftreten. Betrachten wir das am Beispiel der Entwicklung des Services, fallen uns die unterschiedlichsten Situationen ein, in denen der Service genutzt werden könnte, aber nicht so, wie wir es geplant haben. Es müsste ja nur eine Kleinigkeit ergänzt werden und dann könnte dieser Fall auch abgebildet werden. Dann kommt noch ein Fall und noch einer und noch einer… Sicher, jeder Fall hat seinen Nutzen, aber Wenn Sie jeden Fall abbilden, dann wird Ihr Service auch immer komplizierter und Sie werden nicht fertig.
Meist machen nur wenige Varianten den Großteil des Volumens der Aufgaben aus. Es ist besser, diese gut zu machen, als alle Varianten abzubilden und dafür die häufig anfallenden Aufgaben unnötig umständlich zu machen. Je einfacher Service gestaltet wird, desto weniger fehleranfällig, leichter zu nutzen, zu steuern und zu automatisieren ist dieser.
Die Welt wird ohnehin immer komplexer. Im Gegenzug wird unsere Aufmerksamkeitsspanne immer kürzer. Da ist es umso wichtiger, dass wir unsere Services, digitale wie analoge, so einfach wie möglich gestalten.

  1. Das gelingt am besten, wenn Sie die Anforderungen des Kunden und seinen Nutzen im Blick behalten und ein klares Gesamtbild erzeugen. Dann können Sie auch Schleifchen und Sonderlocken als solche erkennen und vermeiden. Letztlich geht es also bei jedem Vorhaben um zwei Dinge: Einfach anfangen, aus Fehlern lernen und immer besser werden
  2. Im Zweifel lieber nach einfachen Lösungen suchen und diese umsetzen als sich in zu vielen Details zu verlieren

Das Geheimnis sind daher gleich im doppelten Sinne diese zwei Worte: „Einfach machen“

Hat unser erstes Service Prinzip Sie neugierig gemacht, haben Sie Fragen oder Ideen für die weitere Entwicklung der Serviceprinzipien? Schreiben Sie uns einfach an info@aretas.de oder vereinbaren Sie unter +49 6021/625890 ein persönliches Gespräch.

Von Dr. Roland Fleischer

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